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DE0006070006 607000 -   € -   €
 
 
 

HOCHTIEF-Aktie: ACS greift bald ordentlich ins strategische Lenkrad


26.11.2012
Frankfurter Börsenbrief

Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" gehen bei der Aktie von HOCHTIEF (ISIN DE0006070006 / WKN 607000) auf die Kaufseite, wenn auch mit eher spekulativem Ansatz.

Das aktuelle Personalkarussell lasse erwarten, dass der spanische Großaktionär ACS (ISIN ES0167050915 / WKN A0CBA2) bald ordentlich ins strategische Lenkrad greife. Die Ungewissheit habe bereits in den letzten Monaten wie ein Klotz am Bein der Aktie geklebt. Während der MDAX (ISIN DE0008467416 / WKN 846741) in den vergangenen zwölf Monaten per saldo um etwa 33% gestiegen sei, habe der Titel etwa 4% verloren. Hintergrund sei die offene Frage, was der hochverschuldete spanische Großaktionär mit der Tochter mache. Das Wasser stehe den Spaniern jedenfalls recht hoch mit einem Schuldenstand von etwa 9,2 Mrd. Euro per Ende September, einem Nettoverlust im ersten Dreivierteljahr von 1,1 Mrd. Euro und auch längerfristig schwachen Perspektiven wegen der massiven Flaute am spanischen Immobilien- und Baumarkt.

Der Status Quo bei HOCHTIEF werde für ACS kaum der Schlusspunkt sein, auch wenn man momentan (noch) nicht "Filetierung" als Fahrtrichtung formulieren möchte. Ein direkter Zugriff auf die Kasse bestehe noch nicht, da kein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag bestehe. Dennoch reiche die Beteiligung von 54,3% für eine Vollkonsolidierung in der ACS-Bilanz. Was also wäre "mach- oder denkbar" inkl. der neuen und im Zweifelsfall ACS-freundlichen spanischen Unternehmensspitze:


Bei der letzten Hauptversammlung habe sich eine Stimmrechts-Präsenz von etwa 70,44% ergeben. Der 54,3%-ige ACS-Anteil bedeute somit einen Anteil von ca. 77% und damit eine qualifizierte Mehrheit, mit der man die Satzung ändern könne. Noch einfacher würde das Manöver, wenn man gemeinsame Sache machen würde mit dem Großaktionär Katar. In der HOCHTIEF-Kasse hätten per 30.09. immerhin ca. 1,54 Mrd. Euro geschlummert (ca. 9,2% der Bilanzsumme). Das Unternehmen käme wohl auch mit etwa halb so dickem Portemonnaie klar, was ein potenziell freies Cash-Polster von grob 750 Mio. Euro bedeute. Dazu kämen die diversen Beteiligungen, die man auf den Prüfstand stellen könne. Nicht alles müsse auf den Prüfstand, wenn man nennenswert Kapital freischaufeln möchte. Dabei würden sich abseits des Cash-Sparschweins attraktive Möglichkeiten ergeben:

Die Australien-Tochter Leighton (ISIN AU000000LEI5 / WKN 641370) wäre ein interessantes Subjekt - HOCHTIEF-Anteil etwa 54%-ige Beteiligung. Deren Entwicklung sei in den vergangenen Jahren nicht stolperfrei gewesen. Aber wegen des Zugangs zu Australien, Asien und dem Nahen Osten wäre ein strategischer Preis durchaus vorstellbar. Allein dieses Paket wäre grob 2,77 Mrd. Euro wert, inkl. einer Kontrollprämie gegenbenfalls auch aufgerundet 3 Mrd. Euro. Objekt Nummer 2 wäre wohl die Concessions-Sparte, die man bis jetzt allerdings am Markt nicht "unter die Haube" bekommen habe. Das Nettovermögen der Sparte habe per 31.12.2011 immerhin 1,54 Mrd. Euro betragen.

Würde man auch hier verkaufen, müsste das amerikanische Tafelsilber noch nicht mal angetastet werden, um der Aktie eine weitere Wachstumsstory zu erhalten. Aber selbst mit diesen drei Teilschritten ließe sich wohl ein Betrag von etwa 5,25 Mrd. Euro freischaufeln. Bei einer Beibehaltung des derzeitigen Verhältnisses von Schulden und Eigenkapital (Finanzverbindlichkeiten/Eigenkapital = 1,07) hieße das effektiv grob 2,5 Mrd. Euro, die man so "generieren" könne. All diese Überlegungen stünden gegen einen Börsenwert von HOCHTIEF, der schon jetzt mit etwa 2,92 Mrd. Euro sehr deutlich unter dem bilanziellen Eigenkapital (per 30.09.) von 4,2 Mrd. Euro liege.

Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" gehen bei der HOCHTIEF-Aktie auf die Kaufseite, wenn auch mit eher spekulativem Ansatz. Das Kursziel werde bei 52,00 Euro gesehen. Das Stopp-Loss-Limit sollte bei 33,82 Euro platziert werden. (Ausgabe 47 vom 24.11.2012) (26.11.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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